Wohnkeller
Ein Kellergeschoss zum Wohnen kann viel zum Werterhalt eines Hauses beitragen. Vorausgesetzt, es wird handwerklich gediegen errichtet und zeichnet
sich durch entsprechenden Wohnwert aus.
Sie wollen vermeiden, dass das Basisgeschoss Ihres Wohngebäudes ein Hausleben lang „totes Kapital“ ist.
Wenn Ihnen Ihr Keller auch noch in mehreren Jahren Freude bereiten soll, bereiten Sie seine Nutzung gewissenhaft vor. Legen Sie in einer
Bedarfsanalyse fest, ob er ganz oder teilweise dem späteren Wohnen dienen soll. Berücksichtigen Sie auch mögliche Nutzungsänderungen.
Es ist zu unterscheiden zwischen den unabdingbaren Funktionsräumen und den Flächen, die später auch variabel genutzt werden können.
Funktionsräume: Heiz- und Öllagerraum, Hausanschlussraum, Waschküche, Vorrats- und Abstellraum.
Variable Räume: Wohnräume, Einliegerwohnung, Bastelraum, Werkstatt, Büro, Sauna, Garage, Fitnessraum.
Danach legen Sie weitere Planungskriterien fest: Lichte Raumhöhe, Be- und Entwässerung im Keller, eventuell Schmutzwasserhebeanlage oder
Regenwassersammelbehältnis, Rohrleitungsführung an Decke und Wänden, sanitäre Einrichtungen, Stellflächen für Waschmaschine, Wäschetrockner, Tiefkühltruhe, Heizungsart und Heizsystem, Fenster,
Lichtschächte, Kellerabgang mit Tür.
Die Bauweisen
Fertigkeller
Als einfacher Nutzkeller im Fertigteilverfahren, mit oder ganz in Eigenleistung. Die günstigste Variante des Kellerbaus. Dabei handelt es sich
um ein Untergeschoss im Rohzustand. Ausbaufertig für später, wenn finanziell bessere Zeiten gekommen sind. Die Fertigteile bestehen aus Stahlbeton, die der Hersteller im Werk produziert. Auf der
Baustelle aufgestellt, entsteht der Betonkeller in kürzester Zeit. Fertigkeller sind trotzdem nicht „von der Stange“ sondern tragen den Wünschen der Käufer Rechnung.
Stahlbeton ist hochbelastbar und wird bei statisch schwierigen Verhältnissen eingesetzt.
Die Wärmedämmung liegt außen und wird als Primenterdämmung ausgewiesen.
Hochkeller
Eine ebenfalls kostengünstige Bauart, die allerdings der örtliche Bebauungsplan vorsehen muss.
Das Basisgeschoss ragt etwa 50 bis 80 cm aus dem Boden. Dadurch entsteht weniger Bodenaushub, also eine entsprechend geringere Menge Bodenabfuhr.
Die Hausentwässerung wird vereinfacht, leichterer Zugang zur Drainage (für einen eventuellen Schadensfall). Es wird eine bessere Belichtung
ermöglicht. Materialeinsatz wie beim Fertigkeller.
Gemauertes Basisgeschoss
Mit großformatigen Plansteinen aus Kalksandstein und unter Verwendung von Versatzhilfen zur Erleichterung der Arbeit kann das Kellermauerwerk
schnell und kostengünstig errichtet werden.
Es eignet sich gut als Sichtmauerwerk. Als Wärmedämmung empfiehlt sich Perimeterdämmung. Der Stein sorgt für ein angenehmes Raumklima.
Leichtbetonsteine (Liapor, Klimaleichtblock) sind die Leichtgewichte unter den massiven Mauersteinen. Sie lassen sich deshalb, auch großformatig,
fast mühelos verarbeiten. Sie haben gute Wärmedämmwerte, eine Zusatzdämmung ist nicht nötig, und sie erzeugen ein trockenes und warmes Raumklima.
Gemauerte Keller aus Wärmedämmziegel erreichen gute Wärmedämmwerte.
Eine Zusatzdämmung ist abhängig von der Steindicke. Die Beschaffenheit des Steines wirkt sich günstig auf das Raumklima aus.
Weitere Informationen zu An- und Umbau
www.glatthaar.com www.kalksandstei.de www.haus.de www.homesolute.de
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