Altbausanierung
Schwammsanierung
Der echte Hausschwamm - Serpula lacrymans - kann mehrere Meter lange Stränge, so genannte Rhizomorphen, ausbilden, die für den Wasser- und
Stofftransport dienen. Diese Pilzstränge durchdringen Erdreich und Mauerwerk problemlos. Er gilt als der gefährlichste und am schwierigsten zu bekämpfende Bauholzpilz.
Er ist sozusagen auf die Zerstörung verbauten Holzes spezialisiert und gilt als der gefährlichste Holzzersetzer. Der echte Hausschwamm nimmt seinen
Ausgang von feuchten Stellen im Gebälk oder ähnlichem und baut zunächst das Holz in der Umgebung der Infektionsstelle ab. Das weitere zerstörerische Wachstum erfolgt über Myzelfilz und Rhizomorphen. Der
echte Hausschwamm kann nun auch trockenes Holz befallen, da er über das Myzel Wasser zu den Zersetzungsorten hin transportieren kann. Der Pilz kann ganze Häuser zum Einsturz bringen.
Der echte Hausschwamm befällt sowohl Hartholz als auch Weichholz und ist ein so genannter Braunfäule-Erreger, was an einem grobgliedrigen
Würfelbruch des befallenen Holzes sichtbar wird.
Bei einem Befall durch den echten Hausschwamm ist eine fachgerechte Sanierung zwingend erforderlich. Der Pilz muss durch geeignete, erprobte
Maßnahmen vollständig abgetötet werden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. Die Ursache für den Pilzbefall ist zu ermitteln, die Quelle der Feuchtigkeit zu finden. Ohne die nötige Sachkenntnis ist
eine erfolgreiche Sanierung nicht durchführbar. Alle infizierten Holzteile müssen entfernt und das benachbarte Mauerwerk sterilisiert werden.
Ein Befall durch den echten Hausschwamm gilt als erheblicher Mangel nach BGB §459.
Der echte Hausschwamm ist in den meisten Bundesländern anzeigepflichtig! Erkundigen Sie sich hierüber bitte bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt.
Nach unseren Informationen ist der echte Hausschwamm in folgenden Bundesländern noch meldepflichtig: Hamburg, Saarland, Sachsen und Thüringen.
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